Absagen

Die Corona-Pandemie hat leider dafür gesorgt, dass die geplanten Vortragsveranstaltungen abgesagt werden mussten. Wir werden sie aber in unser nächstes Jahresprogamm erneut aufnehmen und Ihnen die Termine rechtzeitig bekanntgeben.

Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall

Herzinfarkt und Schlaganfall gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Viele Patienten, die einen Schlag-anfall erleiden zeigen auch pathologische Auffälligkeiten am Herzen – und umgekehrt.

Die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für beide Herzkreislaufkomplikationen sind:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht/metabolisches Syndrom
  • Inhalatives Zigarettenrauchen
  • Fettstoffwechselstörung/erhöhte Cholesterin-werte
  • Körperliche Inaktivität
  • Psychosoziale Faktoren und emotionaler Stress
  • Auch depressive Episoden haben eindeutig Risikocharakter.

Bei der Entstehung von Schlaganfällen spielen Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern eine große Rolle.

Referent:
Prof. Dr. med. Kurt Diehm
Ärztlicher Direktor Grundig Fachklinik, Bühlerhöhe

 

Die Haut im Alter – Zeichen der Hautalterung: worauf sollte man achten?

Ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter, und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen. Dieser Prozess ist genetisch programmiert. Die entscheidenden Veränderungen passieren dabei in der Lederhaut. Diese Hautschicht besteht hauptsächlich aus Bindegewebszellen und Bindegewebsfasern aus Kol-lagen und Elastin. Im Alter sinkt die Zahl der Kollagenfasern, elastischen Fasern und Blutgefäße. Die Haut und das Unterhautfettgewebe werden dünner, der Wasser- und Fettgehalt der Haut nimmt ab.
Viele Menschen haben sich frühzeitige Faltenbildung, Altersflecken oder fahle Hautfarbe selbst zuzuschreiben: Bis zu 80 Prozent aller sichtbaren Hautalterungsprozesse im Gesicht, schätzen Experten, sind die Folge von zu viel UV-Strahlung. Zu viel Sonne und Zigarettenrauch sorgen oft dafür, dass diese Enzyme übermäßig aktiv werden und wertvolles Kollagen vernichten. Dadurch lässt die Spann-kraft der Haut nach - sie wird faltig und runzelig.
Altersflecken, diese bräunlichen, linsenförmigen Verfärbungen, entstehen meist da, wo ständig Tageslicht hin-kommt, also im Gesicht und auf dem Handrücken. Alters-flecken sind eine gutartige Hautveränderung. Sie sind aber gleichzeitig ein Indiz für chronischen Sonnenmissbrauch: Sie zeigen, dass die Zellen durch langjährige UV-Bestrahlung geschädigt sind.
In ihrem Vortrag wird Frau Dr. Klingmann den Schwerpunkt im Besonderen auf die Unterscheidung normaler Hautveränderungen und bösartiger Tumore legen.
Im Anschluss an den Vortrag können der Referentin Fragen gestellt werden.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der VHS im Landkreis Karlsruhe und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg statt.

Referentin:
Dr. med. Carmen Klingmann
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Pfinztal


Die Anfänge von Berghausen – Das frühmittelalterliche Gräberfeld und die Martinskirche

Der Beginn der Ortschaften der Region liegt oft im Dunkeln. Doch für keinen Ort im Raum Karlsruhe wissen wir Dank der Ausgrabungen in den 1960er Jahren besser über die Anfänge Bescheid als für Berghausen. Die Funde fallen in eine Zeit, als unsere Dörfer entstanden und die Christianisierung ablief.

Der Vortrag schildert die Geschichte des Entstehens von Berghausen, stellt die ältesten Funde, die Ersterwähnung des Ortes und die Geschichte der Kirche kompakt und anschaulich vor.

Der Vortrag findet anlässlich des Ortsjubiläums „1250 Jahre Berghausen“ in Kooperation mit der Kirchengemeinde Berghausen-Wöschbach statt.

Referent:
Jeff Klotz
Leiter Römermuseum Remchingen


Was fehlt, wenn Gott fehlt in einer Welt im Wandel?

Wir leben in einer Zeit, in der der Glaube an Gott immer stärker angezweifelt, dämonisiert oder ins Lächerliche gezogen wird. Viele meinen, es gehe auch ohne den Glauben, ja es gehe ohne Religion sogar viel besser: toleranter, humaner, vernünftiger.
Aber der Schein trügt: Der Verlust des Glaubens hat viele problematische Konsequenzen: Psychologisch wird die Erfahrung der Sinnlosigkeit, der Perspektivenlosigkeit und der Hoffnungslosigkeit zu einer Volkskrankheit. Alkohol, Psychopharmaka und Antidepressiva sind die Folge der Leere. Politisch wird immer klarer, dass atheistische Regierungssysteme keineswegs die toleranteren und friedvolleren sind, im Gegenteil! Auch im Blick auf das Soziale bringt der gesellschaftliche Wandel viele Probleme hervor. Ohne Gott entsteht eine Religion des Egoismus: Mein „Ich“ ist mein Gott. Im sozialen Leben wird immer deutlicher: Die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Dienen oder hingabevollem Pflegen nimmt ab. Man sollte daher nicht gedanken- und tatenlos zusehen, wie der Glaube an Gott im säkularen Zeitalter nach und nach abstirbt, sondern auf vielen Ebenen (psychologisch, politisch, sozial) für den Wert des Glaubens an Gott argumentieren lernen; auch m Blick auf die Ewigkeit.

Referent: Prof. Dr. Manfred Oeming
Ordinarius für Altes Testament, Universität Heidelberg

KI-Methoden zur Unterstützung autonomer Robotersysteme

Mobile Robotersysteme mit variablem Autonomiegrad und der Fähigkeit zur sicheren Ausführung wechselnder Aufgaben in dynamischen Umgebungen benötigen so-wohl Modellwissen über ihre Umgebung, Wissen über die auszuführenden Aufgaben als auch Erfahrungswissen, das sie befähigt auf wechselnde Situationen zu reagieren. Autonomie und Flexibilität ist insbesondere bei kooperierenden Teams, bestehend aus mehreren Robotern und Maschinen als auch bei Mensch-Maschine Teams, gefragt. Zur Erkundung und Modellierung der Umwelt und Handlungsszenarien stehen bereits zahlreiche Verfahren zur 3D-Erfassung der Arbeitsbereiche und der Handhabungsobjekte durch Roboter zur Verfügung. Das Lernen des erforderlichen Aufgaben- und Handlungswissens kann dabei auf Basis von Handlungsdemonstrationen des Menschen erfolgen. Beim Programmieren durch Vormachen wird die Ausführung der gewünschten Handlung sensorisch von dem zu belehrenden Roboter erfasst und in korrespondierende Robotersteuerungsprogramme um-gesetzt. Zahlreiche Roboterhersteller und Dienstleister bieten hierzu bereits Bibliotheken mit Skills und Planungs-verfahren an. Methoden zur Akquisition von Erfahrungswissen zur flexiblen Anpassung von Robotern an wechselnde Ereignisse und Situationen stehen noch in den An-fängen und erfordern die Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens. Bei der Mensch-Roboter-Kooperation ist zur Abstimmung und Verteilung der auszuführen-den Aufgaben sowie für Entscheidungen die Erkennung von Absichten sowohl des Roboters als auch des Menschen von großer Bedeutung. In dem Vortrag werden aktuelle Arbeiten und Trends zu Anwendungen von KI-Methoden (KI = Künstliche Intelligenz) bei autonomen Systemen vorgestellt und unter dem Gesichtspunkt der Verlässlichkeit im Sinne vertrauenswürdiger Systeme diskutiert.

Referent:
Prof. Dr. Rüdiger Dillmann
KIT Karlsruhe, Leiter Institut für Anthropomatik und Robotik


Die Cholesterin-Lüge: wahr oder falsch? Was Werte wirklich bedeuten

Die Hypercholesterinämie – ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut – gilt als ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungs-störungen der Beine. Die Cholesterin-Zielwerte, die beim Patienten erreicht werden sollen, sind abhängig von weiteren Faktoren und Vorerkrankungen.

Durch eine Senkung des LDL-Cholesterins auf individuell festzulegende Zielwerte mittels Lebensstilveränderungen und adäquater medikamentöser Therapie kann nachweislich arteriosklerotisch bedingten Erkrankungen vorgebeugt werden. Leider wird diese sinnvolle Therapie aufgrund falsch gedeuteter Nebenwirkungen und/oder Fehlinformationen nicht ausreichend genutzt.

Der Referent informiert über die Bedeutung des Cholesterins in unserem Körper, die durch eine Hypercholesterinämie bedingten Erkrankungen sowie die aktuelle Lehrmeinung der cholesterin-senkenden Therapie und ihrer Nebenwirkungen. Am Ende des Vortrages werden Interessierte in der Lage sein, die Cholesterin-Lüge als wahr oder falsch zu beurteilen.

Referent:
Dr. med. Manfred Krammer
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 im Siloah St. Trudpert Klinikum, Pforzheim